Blaue Reise in der Türkei boomt

8.333 km Küsten, hunderte Anlegestellen und unzählige naturbelassene Strände machen die Türkei zum Paradies für jeden Segler. Einfach ins Blaue schippern, wie der Name “Blaue Reise” schon sagt, auf einer “Gulet” - einer traditionellen türkischen Holzyacht mit Hilfsmotor - das ist derzeit im Trend. Sogar Istanbul gilt als ein Geheimtipp für Liebhaber der Blauen Reise. Aus Anlaß der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 sollen im Großraum Istanbul zehn neue Yachthäfen mit 5.500 Liegeplätzen entstehen.

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Die Millionenmetropole bietet eine großartige landschaftliche Kulisse, prachtvolle Sonnenuntergänge, klares blaues Wasser sowie Relikte der byzantinischen und osmanischen Geschichte - die adäquaten imposanten Zutaten für eine Blaue Reise.

Yachtindustrie boomt


Die Yachtindustrie hat sich in den vergangenen 40 Jahren in der Türkei beachtlich entwickelt. So gibt es vor allem an der Südküste zwischen Istanbul und Antalya unzählige neue Marinas und Häfen mit westeuropäischem Standard. Die beliebtesten Ausgangshäfen für die Reise zu Wasser sind Bodrum, Marmaris, Göcek und Fethiye. Dabei zeigen sich heute noch unzählige touristisch unberührte Flecken, die teilweise nur mit dem Boot erreicht werden können. Das Segelrevier am Bosporus besticht vor allem mit seinem warmen Klima, beständigen Winden und gastfreundlichen Einwohnern. Das Land bietet mit Mittelmeer, Ägäis, Marmara- und Schwarzen Meer eine große Auswahl unterschiedlichster Küstenstreifen für jeden Yachtliebhaber.

“Gulet” - Schwimmendes Hotel auf See
Das einzigartige Design des türkischen Wasserfahrzeugs “Gulet” verbindet praxisnahe Tradition mit dem erholsamen Stil, der die “Blaue Reise” charakterisiert. Über viele Jahre hinweg wurde dieser Bootstyp mit breiten Deckbalken als Fischer- und Transportboot verwendet. Heute dient es vor allem als geräumiges Wohnboot für die “Blaue Reise”. Die großen Holzschiffe mit tollem Komfort und Service werden hauptsächlich in den Werften von Bodrum, Bozburun, Marmaris und Istanbul hergestellt und haben meist Platz für acht bis zwölf Personen, die in geräumigen Einzel- bis Viererkabinen untergebracht werden. Im Gegensatz zu Kreuzfahrten auf riesigen Ozeandampfern kann man mit den sympathischen kleinen Holzbooten verborgene Küsten entdecken und sich die Tour frei einteilen. Auch bieten die kleinen Häfen und Anlegeplätze meist eine intimere und persönlichere Erfahrung des Küstenlebens, was mit großen Schiffen niemals erlebt werden kann.

Wo Homer seine Odyssee schrieb
Die von Türken liebevoll “Perle der Ägäis” genannte Stadt Izmir liegt an einem großen Golf voller Schiffe und Yachten. Die drittgrößte Stadt der Türkei wurde 3.000 v. Chr. gegründet und strotzt vor kultureller Vielfalt. Umringt von Bergen stößt der Besucher auf eine kosmopolitische und lebendige Umgebung, Messen, Galerien, Theater und zahlreiche historische Stätten. Der Yachthafen Levent ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Yachtreise am Golf von Izmir. Anders als in anderen Mittelmeerländern wurden in der Türkei Küstengebiete schon in den 80er Jahren vor übertriebener Verbauung geschützt - oft ohne Straßenanbindung sind diese natürlichen Küsten nur vom Wasser aus erreichbar. Der passionierte Segler kann so die unberührte Landschaft erleben wie sie seit Jahrhunderten besteht. “Es sind eine der wunderschönsten Meereslandschaften, die ich kenne”, schwärmt der Botschaftsrat für Kultur und Tourismus in Wien, Dr. Tahsin Yilmaz. “Die türkischen Strände gehören zum Paradies Europas”.

Spielplatz der Delphine
Malerisch versteckt in einer stillen Bucht der lykischen Küste liegt die Stadt Kaş. Das kleine ehemalige Fischerstädtchen ist vom Massentourismus bis jetzt verschont geblieben und bietet eine ursprüngliche Atmosphäre. Vom idyllischen Hafen segeln die blau gestrichenen Yachten über das kristallklare Türkis des Wassers, meist hin zu einem der unzähligen feinen weißen Sandstrände in der Umgebung. Doch nicht nur das Segeln macht an der lykischen Küste Freude, Kaş gewinnt auch immer mehr Popularität unter Tauchern. In der näheren Umgebung finden sich 40 lohnenswerte Tauchplätze: Riffe, Steilwände, Canyons, Höhlen sowie einige Schiffswracks und eine abwechslungsreiche Unterwasserflora.

Reise in die Antike
Nirgendwo in Europa ist es möglich, so nah an antike Ausgrabungsstätten heranzusegeln wie an der türkischen Südküste. Eines der größten Highlights stellt die antike Stadt Ephesus dar. Ephesus war schon zu Zeiten des Apostel Paulus die größte Stadt in Kleinasien. Die nächstgelegene Marina ist die Kuşadası Setur, knapp 18 km entfernt.

Vom Winde verweht
Gemäßigte Winde, die im Allgemeinen aus Nordnordwest wehen, sind in den Sommermonaten zum Segeln ideal und machen die Sommerhitze erträglich. Im Frühjahr und Herbst segeln eher erfahrene Seemänner, da in dieser Jahreszeit mit starken Südostwinden (in Türkisch: Lodos) zu rechnen ist. Um seine Yacht behutsam in den Hafen zu bringen, sollte man gerade in diesen Monaten sein Barometer genau beobachten: Fällt es zu rasch, ist mit Südsturm zu rechnen und ein sicherer Hafen oder Ankerplatz anzuvisieren.

Das Informationsbüro ist eine Außenstelle des Kultur- und Tourismusministeriums der Republik Türkei in Ankara und zuständig für die Förderung von Tourismus und Kulturaustausch in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Gemäß den diesbezüglichen Weisungen seitens des Ministeriums in Ankara koordiniert das Informationsbüro alle Werbe- und PR-Maßnahmen in diesen vier Ländern. Das Informationsbüro ist Anlauf- und Kontaktstelle für Reiseveranstalter ebenso wie für allgemeine Fragen im Bereich Tourismus und Kulturaustausch von Journalisten und Privatpersonen. Weitere Informationen auf der Homepage http://www.goturkey.com.

Weitere Informationen:
Türkische Botschaft Wien
Informationsabteilung für Kultur und Fremdenverkehr
Singerstraße 2/8, 1010 Wien
Tel: +43-1-5122129
Email:
office@turkinfo.at

Quelle: tourexpi.com

Aktualisiert am 4. März 2009
Kategorie Aktuelle Nachrichten

2 Kommentare

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  1. Kommentar von Angelika:

    hab letzen September eine 14 tägige “blaue Reise” gemacht … vieleicht die schönste Art Urlaub zu machen … nur zu empfehlen

    21. April 2009 @ 10:06
  2. Kommentar von Eva:

    Habe gerade eine Woche hinter mir. Das Schiff hieß Tolga Bey der Firma xxxxxxxxxxxx. War eher Gefangene als Gast. Von Samstag bis Mittwoch nur 2 Stunden von Bord, extrem dreckiges Schiff, furchtbar unfreundliche Crew und wenn ich vorher nicht wusste, was türkisches Macho-Gehabe ist, so hat mir der Kapitän den Horizont erweitert. Durchsichtiges Ziel: an Bord möglichst viel Alkohol konsumieren! Sonst nix! Danke reicht!

    10. Oktober 2010 @ 17:56

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